Eine Beratung entwickelt sich immer individuell. Zur Orientierung:

1. ein Telefongespräch.

2. wer möchte, bekommt so schnell wie möglich einen Termin:

Wir betrachten die Verschuldung, die Gründe dafür und die weitere Perspektive/Plan/Lösung.

3. meistens gibt es zeitnah einen zweiten Termin, in dem das dann umgesetzt wird

z.B. Schreiben an die Gläubiger; Nachfragen, was genau man aktuell denn schuldet; neue Ratenvereinbarung oder Bitte um Zahlpause, oder… oder… oder

 

Alles was danach stattfindet ist abhängig von der Verschuldung, dem Plan, der aktuellen Situation, dem Durchhaltevermögen und was zusammen überlegt und besprochen wurde und wird.

Das kann ein Vergleich sein, ein Antrag auf einmalige Unterstützung,  eine längere Pause beim Zahlen und dann neue Raten oder eine Privatinsolvenz. Kommt ganz drauf an. Was der junge Mensch möchte oder sinnvoll erscheint.

 

Wem das zu knapp war, hier gibt’s den ausführlichen Ablauf :

  1. Zunächst gibt es ein Telefongespräch.

Um einen ersten Überblick über die Verschuldung und die Einkommenssituation zu bekommen, vor allem aber Hinweise auf gefährliche Schulden (Miete, Strom, Bußgelder, Geldstrafen) oder ob eine Kontopfändung oder Lohnpfändung bereits eingetreten sind – oder drohen.

Und um dann abzuklären, was dagegen unternommen werden kann oder muss.

Oder ob der Gerichtsvollzieher sich angekündigt hat – und was das genau bedeutet und was man/frau dann tun muss.

 

 

 

2. Meistens gibt es dann einen gemeinsamen Termin. Normalerweise innerhalb von wenigen Tagen bis maximal 2 Wochen.

Dieser Termin findet in der Regel in den Räumen der Schuldnerberatung statt, teilweise aber auch als Hausbesuch oder in einem der Jugendhäuser im Kreis – oder wo sonst ein geeigneter Ort ist.

In diesem Termin schauen wir nochmals genauer auf den Anlass, die Schuldnerberatung aufzusuchen, die Gründe für die Schulden und die Ziele und Hoffnungen, wie das jetzt anders weiter gehen soll.

Und sichten dann ganz konkret die Schreiben und Mahnungen und Bescheide, ordnen diese und erstellen eine Übersicht über die Schulden.

Und wir machen einen Plan über die monatlichen Einnahmen und Ausgaben, um möglichst zu verhindern, dass neue Schulden entstehen. Vielleicht füllen wir noch eine Schufa-Anfrage aus. Oder überlegen, welche Anträge noch gestellt werden müssen. Oder Sie nehmen ein Haushaltsbuch mit.

Auf jeden Fall endet dieses Gespräch mit der Überlegung, was genau als nächstes getan werden muss oder kann. Und wie es weiter gehen soll. Nicht nur mit den Schulden, sondern in allen wichtigen Bereichen.

Das weitere Vorgehen ist dann sehr davon abhängig, wie diese Überlegung und die  individuelle Situation sich darstellt, was die Perspektiven sind und was der Ratsuchende möchte.

3.In einem möglichen nächsten Termin kann ein Schreiben an die Gläubiger verfasst werden, dessen Inhalt zusammen überlegt und geschrieben wird.

3a. Darin kann man zum Beispiel um eine Stundung oder Zahlungspause bitten oder eine Ratenvereinbarung neu verhandeln.

3b. Oder man teilt den Gläubigern mit, dass bis zum Zeitpunkt X nichts übrig ist, um Schulden zurückzuzahlen. Man/frau dann aber wieder zahlen könnte und wird.

3c. Oder man arbeitet auf einen so genannten außergerichtlichen Vergleichsvorschlag hin, der

3e. dann vielleicht in einer Privatinsolvenz endet. Das ist aber in den meisten Fällen eher nicht das Ziel. Meist finden wir eine andere Lösung.

3f. Oder..

3g. oder…

3f. oder…

 

 

 

 

Jeder dieser Abläufe ist anders und wird von den jungen Menschen bestimmt.

Wichtig ist, dass die Situation einigermaßen stabil ist. Ohne eine halbwegs sichere Basis ist eine Schuldenregulierung in aller Regel nicht möglich.

Und zwischen den Terminen kann man/frau anrufen, per sms oder email Kontakt halten, Termine absagen, verschieben und Fragen stellen, neue Briefe kopieren/fotografieren und zuschicken… … sooo viele Möglichkeiten.